Sonntag, 18. November 2012

Eckhart Tolle spricht über das Ego


1 Kommentar:

  1. Das Ego erzeugt ein falsches Selbstbild, das uns Menschen unglücklich macht. Wir zerstören uns selbst, andere Menschen und die Umwelt.

    Das Ego erkennt man anhand der Gefühlszustände Hass, Groll, Wut, Ärger, Unzufriedenheit, Ungeduld, Gereiztheit, Hast, Nervosität, Neid, Gier, Eifersucht, Angst und allen anderen inneren Gefühlen, die uns unglücklich machen. Das Ego als falsches Selbstbild wird geschaffen, in dem wir uns mit Dingen identifizieren, die wir nicht wirklich sind. Menschen mit einem falschen Selbstbild denken, sie seien ihr Besitz, Ruf, Kontostand oder gesellschaftlicher Status.

    Wirst du von deinem Ego beherrscht, wird alles was du siehst, bewertet und verglichen. Du schaffst dir also deine eigene Welt, in der Dinge und Menschen entweder gut oder schlecht sind. Eine Welt, in der dein vermeintliches Glück von dem Besitz von Dingen oder Menschen, einer gesellschaftlichen Stellung oder den Handlungen von anderen Menschen abhängig ist. Also allem, was außerhalb von dir ist. Du kannst nur glücklich sein, wenn du dies tust, jenes geschieht oder erreicht wird.
    Buchtipp zum falschen Selbstbild

    Die Bibel, wenn es um das falsche Selbstbild geht: Neue Erde von Eckhart Tolle

    Ego bedeutet „Ich“. Wenn wir „Ich“ sagen, meinen wir meist ein trügerisches falsches Selbstbild, welches wir durch eine Illusion geschaffen haben. Wir erstellen unsere unwirkliche Identität aus Erfahrungen und Dingen, die uns ausmachen, z.B. Besitz, Fähigkeiten und Wissen. Das Ego verschafft dir daraus auch ein Selbstwertgefühl. Dieses trügerische Identitäts- und Ichgefühl ist das Ego: „Ich bin, was ich besitze, was ich kann, was ich weiß und welche Leute ich kenne.“

    Das Ego macht dich abhängig. Ich kann nur glücklich sein, wenn ich dies besitze oder jenes passiert. Es überlagert dein wahres Ich. Wahrhaftig und auf Dauer glücklich wirst du aber nur, wenn du zu dir selbst findest und einfach nur bist, ohne ständig zu denken. Alles was du dafür brauchst, ist Bewusstsein. Werde dir deines Egos, also deines Denkens bewusst. In dem Moment, wo du über deine Gedanken nachdenkst, wird dir bewusst, dass es noch mehr gibt als nur das Denken. Das Bewusstsein. Solange es dir gut geht und du jeden Tag genießen kannst, hast du keinen Grund deine Gedanken zu hinterfragen, nur wenn du unzufrieden bist und in dir keine erfüllende Ruhe spürst.

    Werde dir auch des Egos der Mitmenschen bewusst. Tun sie nichts Gutes, sind es nicht sie selbst, es ist ihr Ego. Sie wissen nicht, was sie tun und haben in dem Moment auch nicht die Kontrolle und das Bewusstsein über sich selbst. Das Ego lebt in solch einem Fall von den Schmerzen aus alten Zeiten, das daraus sogar das Selbstwertgefühl schöpft, in dem es sich mit einer Opferrolle identifiziert.

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